Willkommen im Reich der Tierrechte!

Fohlen für den Schlachthof!

Hintergrund:

Pferdezüchter und Pferdehändler finden sich bei den Auktionen ein, um Leben zu kaufen und zu verkaufen – ungeachtet der späteren Schicksalsbestimmung und fatalen Auswirkung dieser Geschäfte auf das geknechtete Mitgeschöpf. Denn die allermeisten der hier ausgestellten Jungtiere sind unweigerlich zum Tode verurteilt. Nur ganz wenige und besonders schöne »Elitetiere« werden die nächsten Wochen überleben – um dann den grausamen Kreislauf als Zuchtmaschinen von vorne zu starten.

Auf all die anderen wartet ein grausames Schicksal. Die Fahrt im Tiertransporter – entrissen den verzweifelten Müttern, hilflos gefesselt, ungehört ihrer Schreie – wird gleichzeitig ihre letzte sein. Sie mündet direkt in eine Mastanstalt oder in den Schlachthof. Von einer Sekunde auf die nächste jäh herausgezerrt aus der brüchigen Idylle einer scheinbaren Bauernhof-Romantik: Denn diese liebevollen Geschöpfe wurden nur aus einem Grund geboren, um Urlauber anzulocken – als Werbebotschaft einer nicht existenten »heilen Welt«.

Und jedes Jahr im Herbst werden die süßen Fohlen als ungeliebte »Mitesser« dem Tode ausgeliefert. Im Herbst gibt es in Österreich und in Bayern viele Fohlenversteigerungen. Rund um die Versteigerungsarena hat sich im Laufe der Jahre ein reger Handel etabliert. Es gibt dort allerlei zu kaufen, angefangen vom putzigen Plüschpferd bis hin zur Reitpeitsche, vom Sattel bis zur Reiterbekleidung. Auch für das leibliche Wohl der Besucher wird ausreichend gesorgt: In einem großen Zelt können mit Bier und Würsten; Durst und Hunger der Besucher gestillt werden.

An Durst und Hunger leiden auch die Pferde; dieses Leid geht allerdings unter im dröhnenden Festtagsgetöse. Es ist ein einsames Leiden, ein unbeachtetes. Tausend Hände, die sie betasten. Angst und Schrecken spiegelt sich in ihren Augen. 

Und wer denkt an die Pferdemütter, denen Jahr für Jahr ihre Fohlen entrissen werden? Sie haben sich schon längst dieser Gewalt der Menschen gebeugt..

Pünktlich gegen Mittag beginnen die Verladungen…und enden für die meisten, weit weg – in Italien, im Schlachthof..

 
Quelle und Fotos: Freiheit für Tiere / Animal Spirit
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