Willkommen im Reich der Tierrechte!

Petition: Eine bessere Tierhaltung ist möglich!

Das Wort “Skandal” sollte behutsam gebraucht werden. Bei diesem Thema ist es aus unserer Sicht ohne jeden Zweifel angebracht: Wie die meisten Nutztiere behandelt werden, ist nichts anderes als – ein Skandal.

Wissenschaftliche Studien zeigen objektiv, wie die Zustände in der Nutztierhaltung sind. Beispiel Legehennen: Hohe Krankheits- und Sterblichkeitsraten sowie Verhaltensstörungen wie Feder picken oder Kannibalismus sind an der Tagesordnung.

Doch den Gesetzgeber interessiert die Gesundheit der Tiere bislang nicht – solange es nicht zu Tierseuchen oder Gefahren für den Menschen kommt. Die EU meint offenbar, dass kranke Tiere und gesunde Lebensmittel ohne weiteres zusammenpassen. Denn ob und wie gesund ein Tier ist, spielt bei den Vorgaben für die Tierhalter überhaupt keine Rolle. Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Der Gesundheitszustand der Tiere muss noch nicht einmal systematisch erfasst werden. Das muss sich ändern!

Eine Wende in der Tierhaltung muss hier ansetzen: Wenn wir Tiere halten, müssen wir ihnen Haltungsbedingungen bieten, die ihnen erlauben, arteigene Verhaltensweisen auszuüben und zugleich dafür sorgen, dass die Tiere gesund sind!

Helfen Sie mit und schreiben Sie an Bundesagrarminister Christian Schmidt: Wir brauchen gesetzliche Vorgaben für die Tierhalter, damit Tiere art-gemäß und gesund gehalten werden!

Ob im Super- oder auf dem Wochenmarkt: Wir haben die Wahl zwischen Eiern aus Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung. Die Kennzeichnung der Haltungsform beschreibt aber allenfalls, wie sehr die Hühner ihr arteigenes Verhalten ausleben können.

Wir Verbraucher haben aber keine Möglichkeit zu erkennen, ob es den Legehennen wirklich gut ging, ob sie gesund und ohne vermeidbares Leiden leben.

Männliche Küken werden kurz nach dem Schlüpfen bei lebendigem Leibe geschreddert oder vergast, Jahr für Jahr 40 Millionen allein in Deutschland – nur weil die Hähne der Lege-Rassen kaum Fleisch ansetzen und für die Züchter von Legehennenrassen damit “wertlos” sind. Selbst der Griff zum Bio-Ei garantiert uns also nicht, dass das Huhn auch tiergerecht gehalten wurde.

Berge von vergasten Küken werden weggeschaufelt

Alles, was ich über die Zustände in der Haltung von Schweinen, Kühen, Puten und anderen Tieren weiß, ist leider keinen Deut erfreulicher. Was wir brauchen, ist eine echte Tierhaltungswende: 100 Prozent Tiergerechtigkeit in der Nutztierhaltung!

Wir fordern:

Nur noch solche tierischen Lebensmittel dürfen in den Handel kommen, die nachweislich tiergerecht erzeugt wurden.

Und so kann die Wende in der Tierhaltung gelingen:

Erstens muss diejenige Haltungsform zum verbindlichen Standard für alle Nutztiere werden,die ihnen in Bezug auf Stallgestaltung, Gruppengrößen, Beschäftigungsmöglichkeiten usw.am meisten arteigene Verhaltensweisen ermöglicht – eine Art Bio plus. Es reicht jedoch nicht aus, nur über die Haltungsform zu sprechen: Die Tiere müssen gesund sein, und das ist ebenauch im schönsten Stall noch lange nicht garantiert. Tiergesundheit hängt maßgeblich auch von der Qualifikation und vom Management des Tierhalters ab.

Unterstützen Sie diese Forderung mit unserer E-Mail-Aktion an Bundesagrarminister Christian Schmidt:

Unterschreiben: HIER

Quelle: Newsletter Foodwatch.org

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