Willkommen im Reich der Tierrechte!

Wie Kaninchen in der Käfighaltung leben

Bei kaum einem anderen Tier wird die Doppelmoral im Umgang mit Tieren so deutlich wie bei Kaninchen. Auf der einen Seite werden Zwergkaninchen als Haustiere geliebt, gehegt und gepflegt. Auf der anderen Seite müssen europaweit zig Millionen von Mastkaninchen ihr kurzes Leben bis zum Schlachttermin in viel zu engen Drahtgitterkäfigen verbringen.

Die Kaninchen leben wie Hühner in Legebatterien.

Massentierhaltung macht auch vor Kaninchen nicht Halt

Größe und Beschaffenheit der Käfige lassen keinerlei arttypisches Verhalten zu. Die Tiere können keine Hoppelsprünge machen, keine Haken schlagen, von Graben unterirdischer Gänge ganz zu schweigen.

Durch die Enge können sich rivalisierende Tiere nicht aus dem Weg gehen. Die Folge sind teils heftigen Kämpfe im Käfig und eine andauernde Stresssituation für die Tiere.
Die Fütterung erfolgt mit Pellets (gepresstes Futter), das eigentlich nicht auf das empfindliche Verdauungssystem von Kaninchen abgestimmt ist. Darum wird es prophylaktisch oft bereits mit Medikamenten versetzt, um Darmerkrankungen vorzubeugen.
Bei der Zucht können sich die Muttertiere häufig nicht von ihren Jungen zurückziehen. Dies entspräche aber dem natürlichen Verhalten von Kaninchen. So kommt es auch hier zu einer dauerhaften Stresssituation.

Körperliche Schäden und Verhaltensstörungen

Die Tiere leiden nicht nur an physischen Schäden wie Pfotenläsionen, Wirbelsäulenverkrümmung, verätzten Augen und Stoffwechselstörungen, sondern auch an massiven Verhaltensstörungen.

Die beobachtete Bandbreite ist hier leider groß. Es beginnt bei Stereotypen wie Gitternagen, geht über afunktionale Aktivitätsschübe und Trichophagie (das Ausreißen und fressen der eigenen Haare) bis hin zu Kronismus (Töten der eigenen Jungen), Kannibalismus und Selbstverstümmelung.

Hohe Sterblichkeitsrate

Rund 30-50% der Kaninchen verenden noch vor ihrem eigentlichen Schlachttermin. Diese Verluste werden dann schlicht als “Produktionsausfälle” verbucht. Hier scheint alles nur eine Frage der richtigen Kalkulation zu sein.

Quelle: VIER PFOTEN und PETA

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