Willkommen im Reich der Tierrechte!

Kaninchen – Das große Sterben für ein bisschen Pelzbesatz

Der flauschige Besatz an Ihrer Strickjacke, die Bommel an Ihrem Hut, die Fransen an Ihren Stiefeln oder gar die Spielmaus Ihrer Katze könnten aus süßen Häschen gemacht sein. All das sind weitere Gründe, gänzlich auf Pelz zu verzichten!
Kaninchenfell ist oft günstiger als die Häute von anderen Tieren wie z.B. Fuchs oder Nerz. Somit treibt die Pelzindustrie den Handel mit Fellaccessoires und Pelzbesatz voran, um neue Kunden für ihr blutiges Geschäft zu gewinnen.

Kaninchenpelz – kein Abfallprodukt

Bei Kaninchenpelz ist oft die Rede vom „politisch-korrekten“ Pelz, da es sich hier ja „bloß um ein Abfallprodukt der Fleischindustrie handelt“. Dem ist aber nicht so! Genauso wie verschiedene Hühnerrassen gezüchtet werden – entweder für eine besonders hohe Ei-Ausbeute oder für viel Fleisch – unterscheidet man auch bei der Kaninchenzucht zwischen Fleischgewinnung und Pelzgewinnung. Rex- Kaninchen werden gezüchtet und getötet, um ausnahmslos aus ihren Fellen Gewinn zu schlagen. Bei der Zucht von Orylag-Kaninchen fließen über 60 Prozent in den wirtschaftlichen Gewinn der Pelzbranche. Lediglich von den weißen „Mastkaninchen“, deren Fleisch den höchsten kommerziellen Gewinn erzielt, wird das Fell für Firlefanz verramscht.

Kaninchen-Pelzbetriebe

Die Zuchtanlagen ähneln den Legebatterien der Hühner – Hunderte von winzigen Drahtgitterboxen sind aneinandergereiht. Während die weißen Kaninchen, die in erster Linie ihres Fleisches wegen gezüchtet werden, in Gruppen gehalten werden, müssen Rex und Orylag ab dem Jugendalter in Einzelhaft sitzen, damit sie sich nicht gegenseitig den „Pelz beschädigen“. Ein Käfig hat hier die Größe von 60 x 40 cm und eine Höhe von 30 cm.

Zur Veranschaulichung:

Dies entspricht in etwa einer Größe von 2 Schuhschachteln. Keine der Kaninchen, ob nun die weißen in Gruppenhaltung oder die Rex und Orylag, haben je die Möglichkeit, ihren natürlichen Bedürfnissen nachzugehen. Sie verbringen ihr kurzes, trauriges Leben in stinkigen Drahtgitterkäfigen, in denen sie weder buddeln, hoppeln noch spielen können.

Die Käfige haben keine festen Bodenplatten oder Einstreu, sondern Gitterböden, damit Kot und Urin direkt hindurchfallen können. Kaninchen sind von Natur aus sehr gesellige und reinliche Tiere. Durch die Isolierung, die vom Boden aufsteigenden Kotgerüche und die daraus resultierenden Ammoniakdämpfe leiden die Tiere zusätzlich.

Die Schlachtmethoden sind genauso grausam:

Man bricht ihnen das Genick oder schlägt ihnen den Schädel ein, bevor man sie an den Füßen aufhängt und ihnen den Kopf abschneidet. Viele Tiere zappeln noch und sind bei vollem Bewusstsein, während sie an einem Fließband hängen und von einem elektronisch betriebenen Messer die Hälse aufgeschlitzt bekommen.

Wirtschaftwunder China???

China hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Pelzproduzenten entwickelt. Kaninchen, Füchse, Nerze und viele andere Tiere werden dort unter erbärmlichsten Umständen gehalten. Es gibt kaum Tierschutzbestimmungen, Kontrollen oder Strafen bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Regelungen.

Die Tötungsmethoden sind grauenvoll;

um Zeit und Geld zu sparen, werden viele Tiere geprügelt und bei lebendigem Leib gehäutet. Und als ob das nicht reichen würde, gibt es auch noch eine florierende, grausame “Hunde- und Katzenfellindustrie” in Asien, wobei dieses Fell häufig falsch als „Kaninchenpelz“ deklariert und auf westlichen Märkten verkauft wird. Zwar trat ab dem 01.01.2009 ein Einfuhr- sowie Handelsverbot von Hunde- und Katzenfellen in der EU in Kraft, aber ohne teure DNA-Tests ist es praktisch unmöglich, festzustellen, welche Tierart sich hinter dem Pelzbesatz verbirgt.

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