Willkommen im Reich der Tierrechte!
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Lorie ESSER -Musikerin und Tierrechtlerin
Lorie ESSER -Musikerin und Tierrechtlerin

Kalbfleisch – eine entsetzliche Tierquälerei

Foto: JMcArthur

Die Kalbfleischindustrie ist eine besonders schlimme Art der Intensivtierhaltung. Kälber sind ein„Nebenprodukt“ der Milchindustrie: Sie werden „erzeugt“ von „Milchmaschinen“, den Milchkühen. Weibliche Kälbchen werden selbst oft wieder zu Milchkühen: Sie werden eingepfercht und bekommen Antibiotika, um sie in ihrer ungesunden, unnatürlichen Umgebung am Leben zu erhalten.

Sie werden künstlich besamt und nach der Geburt ihrer Kälbchen mehrere Jahre lang gemolken, bis ihre Milchleistung nachlässt.
Dann werden sie geschlachtet. Die männlichen Kälbchen werden der Mutter kurz nach der Geburt weggenommen. Einige von ihnen werden schon kurz darauf geschlachtet.

Wird das Kalb getötet, solange es noch jung ist, wird sein vierter Magen auch für die Herstellung von Käse verwendet, denn er enthält Lab, ein Enzym, das verwendet wird für die Milchgerinnung, damit daraus Käse entsteht. Labmagen, die Membran, dessen Extrakt Labferment ist, kann in diesem Prozess ebenfalls verwendet werden. Es ist möglich, Käse auch ohne Labmagen herzustellen, nämlich mit mikrobiell erzeugtem Lab. Allerdings bedingt die enge Verbindung zwischen der Milch-, Kalbfleisch- und Lederindustrie, dass es für den Käsehersteller billiger ist, Teile des Kalbes zu verwenden anstatt pflanzliche Enzyme.

Andere werden ab der 8.Lebenswoche in einer Gruppenhaltung von 3 Tieren in Ställen bzw. Buchten aufgezogen. Einem zwei bis acht Wochen altem Tier stehen hier gerade einmal 1,5 m² zur Verfügung und oft werden sie bei dieser Aufzuchtform noch eine Zeit lang angekettet, obwohl ein Anbinden und Festlegen eigentlich nur mit Übergangsfristen erlaubt ist. Die meisten Tiere jedoch sind für die Aufzucht in der „Einzelhaltung“ in winzigen, dunklen Mastboxen ( 80 cm x 120 cm), vorgesehen.

In Einsamkeit eingepfercht

Die winzigen Boxen bestehen aus Holzlatten mit einer Vorrichtung zum Festbinden der Tiere und sind das dauernde „Zuhause“ des Kälbchens. Die Box ist so klein, dass das Kalb sich nicht einmal umdrehen, geschweige denn sich hinlegen und ausstrecken kann. Diese Box ist die ultimative Errungenschaft in der Massentierhaltung und höchst profitabel. Konzipiert, um jegliche Bewegung zu verhindern, erfüllt die Box ihren Zweck, die Muskeln des Kälbchens verkümmern zu lassen, um zartes, weißes „Feinschmecker-“ Kalbfleisch zu erzeugen.

Kalb eingesperrt, isoliert und nicht einmal Platz zum hinlegen!!

Die männlichen Nachkommen der Milchkühe, haben das schlimmste Schicksal:

Sie werden den Müttern nur wenige Tage nach der Geburt entrissen und dann in kleinen Boxen von 0,80 m Breite und 1,20 m Länge bis zur 8. Lebenswoche gehalten. Der Lattenrostboden, auf dem sie stehen müssen, hat ca. 2,5 cm Spaltenweite. Die Milch der Mutter, die für das Kälbchen gedacht ist, wird ihnen geraubt, damit der Mensch sie trinken kann. Dafür werden die Kälbchen mit einem Milchersatz gefüttert. Im Alter von 16 Wochen werden sie dann geschlachtet. In den USA stirbt z.B. jedes zehnte Kalb bereits während der Mastzeit in der Box..

Bei einer Tagung von Milchbauern im Dezember 2010 sprach ein Milchtierbauer ganz offen über die „Schwächen“ seines Betriebes. Er nannte „Kuhverluste“ von 8 % und „Kälberverluste“ von 15 %. Die ca. 4,8 Millionen Kühe, die auf Milchfarmen in Deutschland leben, verbringen den Großteil ihres Lebens entweder in riesigen Ställen oder auf von Fäkalien verseuchten Dreckplätzen, wo Krankheiten grassieren. 62 % von ihnen werden in der Stallhaltungsform „Laufstall mit Gülle“gehalten. 27 % von ihnen werden sogar in Anbindehaltung gehalten! (Statistisches Bundesamt 2010)

Foto: patura.de

„Fütterungs-“ Zeit

Wegen extrem ungesunden Lebensbedingungen und der ausgesprochen einseitigen Ernährung sind die Kälbchen für eine große Zahl an Krankheiten empfänglich, u.a. chronische Lungenentzündung und ständigen Durchfall. Folglich muss man ihnen massive Dosen anAntibiotika und anderen Arzneimitteln verabreichen, um sie am Leben zu erhalten, wobei der Mensch diese Antibiotika dann beim Verzehr des Fleisches ebenfalls aufnimmt. Außerdem leiden die Kälbchen oft an Verletzungen, die vom ständigen Reiben an den Wänden der Box herrühren.

Ein Schicksal schlimmer als der Tod ?

Etwa 22 Wochen nach ihrer Geburt werden die Tiere dann geschlachtet. Die Qualität dieses„Nahrungsmittels“, das mit Chemikalien voll gepumpt ist, dem es an genügend Ballaststoffen und anderen Nährstoffen fehlt und das verseucht ist, steht auf einem anderen Blatt.

Worum es wirklich geht, ist die Situation aus der Sicht des Kälbchens.

In seinem kurzen Leben sieht es niemals Tageslicht und berührt niemals den Erdboden. Es sieht und schmeckt niemals Gras. Seine Muskeln lechzen nach Freiheit und Bewegung. Es sehnt sich nach mütterlicher Liebe.
Stattdessen wird es in Dunkelheit gehalten, außer zwei- bis dreimal täglich, wenn es gefüttert wird. Die Kälbchen haben kein Verbrechen begangen. Dennoch wurden sie zu so einem Schicksal verurteilt.
Bitte bedenken Sie auch, dass jedes Mal, wenn Sie eine Lederjacke oder Lederschuhe kaufen, sie damit Tiere zu lebenslänglichem Leiden verurteilen. Der Kauf von Leder trägt direkt zu Intensivhaltung und Schlachthöfen bei, da Tierhäute der wichtigste Teil unter den Nebenprodukten der Multimilliarden-Euro-Fleischindustrie sind.

Quelle: Peta

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