Willkommen im Reich der Tierrechte!
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Lorie ESSER -Musikerin und Tierrechtlerin
Lorie ESSER -Musikerin und Tierrechtlerin

Grausame Schliefanlagen von Jägern!

Schliefanlagen – Grundsatz einer waidgerechten Jagdausübung?

Was ist eine Schliefanlage?
Vor der Öffentlichkeit natürlich versteckt, trainiert der Jäger seine Hunde darauf, Füchse in ihren Bauen zu verfolgen und sie entweder “herauszusprengen”, sie also dem Jäger vor die Flinte zu treiben, oder sie im Bau “abzuwürgen”, also zu töten. 
Gedrillt werden die Hunde an lebenden Füchsen, die zu diesem Zweck gefangen und in Käfigen eingesperrt werden.
 Die Jägerschaft verstößt somit gegen das Tierschutzgesetz §3, Abs. 7.

Jungfüchse werden bevorzugt verwendet. Sie sind noch recht unerfahren, lassen sich relativ einfach in Lebendfallen fangen und sind beim Kampf auch keine so große Gefahr für die Hunde.
Um sie kümmern tut sich der Jäger nicht. Die Füchse werden eingesperrt und kriegen etwas Futter in den Käfig geworfen, damit sie nicht verhungern.
Meist werden Anwohner oder Spaziergänger auf Schliefanlagen aufmerksam, weil die gefangenen Füchse erbärmlich schreien und bei dem Versuch in die Freiheit zu kommen, in den Käfigen randalieren. Kein Bau, keine Versteckmöglichkeit oder Unterschlupf. Nichts. Nur den nackten Boden und das Gitter vor Augen, dass den Zugang zur sichtbaren Freiheit verwährt.

Aufbau und Funktion.

Die Hunde sollen es lernen, durch die Gänge des Fuchsbaus hinter den Füchsen herhetzen zu können. Zu diesem Zweck wird ein künstlicher Bau mit mehrere Gängen aus Betonröhren oder Platten gebaut, die sich immer wieder an verschiedenen Stellen treffen und zusammenlaufen. Über Schieber, Deckel und Gitter entscheidet der Jäger, wie weit der Fuchs flüchten kann und ob ihn der Hund erreichen soll oder nicht. Ein Fuchs wird in die Röhre getrieben. Der Hund hinterher. Im Gegensatz zum echten Fuchsbau, kennt sich der Fuchs in diesen Gängen nicht aus. Außerdem weiß er nicht, welche Gänge versperrt sind und welche nicht. Gehetzt vom Hund, versucht der Fuchs zu entkommen und flüchtet dabei logischerweise in die Richtung, in die der Jäger ihn durch das Absperren der Gänge zwingt.

 

Anfangs achtet der Jäger meist darauf, dass der Hund den Fuchs nicht erreichen kann. Doch das ändert nichts am Stress, dem der Fuchs ausgesetzt wird. In Todesangst versucht er zu flüchten. Nicht selten erleidet er dabei einen Herzinfarkt oder Schock. Doch was macht das schon? Dann wird er eben erschlagen oder der Hund darf ihn zur “Belohnung” töten.

In der weiteren Jagdgebrauchshundeausbildung ist eine direkte Konfrontation zwischen Hund und Fuchs gewollt, wobei der Jäger natürlich schön auf seinen Hund aufpasst. Hat der Hund den Fuchs sicher erwischt, sieht der Jäger amüsiert zu, wie der Fuchs vom Hund zerfleischt wird. Sollte es dem Fuchs gelingen den Hund abzuwehren oder besteht gar Verletzungsgefahr für den Hund, hilft der Jäger seinem Hund natürlich, den Fuchs zu töten.
Zum Herbst werden Schliefanlagen in der Regel “außer Betrieb” genommen.

Im Winter hat kein Jäger Lust, Hunde auszubilden. Füchse, die noch in der Anlage sind, werden vom Jäger getötet oder müssen beim letzten Hund der Saison ihr Leben lassen.
Kein Fuchs verlässt eine Schliefanlage lebend!

Deutsches Tierschutzgesetz §3., Abs. 7:

Es ist verboten, ein Tier an einem anderen lebenden Tier auf Schärfe abzurichten oder zu prüfen.
Doch Jäger haben mal wieder eine Ausnahmeregelung für Tierquälerei und Missachtung des Lebens. Warum?

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