Willkommen im Reich der Tierrechte!
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Lorie ESSER -Musikerin und Tierrechtlerin
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Jägerlügen – und die Wahrheit über die Jagd

„Die Jäger sind aktive Natur- und Tierschützer“

Wie können sich Jäger widerspruchsfrei als Tierschützer bezeichnen, wenn sie Tiere töten? Das Argument des aktiven Tierschutzes wird von der Jägerschaft nur dafür verwendet, um ihre Lust am Töten irgendwie zu rechtfertigen.

„Wildtiere verursachen Schäden am Wald und an den Kulturflächen der Bauern“

Jagd provoziert ganz im Gegenteil vielfach Wildschäden. Durch die Jagd werden die Tiere unnötig aufgescheucht, was ihren Nahrungsbedarf und damit die Fraßschäden oft weiter erhöht.

Das verbreitete Argument, Wildtiere verursachten erhebliche Schäden, dient nur als Vorwand der Jäger, längere Jagdzeiten oder höhere Abschussquoten durchzusetzen. Oft sind die von Jägern verursachten Personen- und Sachschäden höher als der landwirtschaftliche Schaden durch Wildtiere (Quelle: Mathieu Roger).

Wie das Standardwerk „Vom Widersinn der Jagd“ des Zoologen Carlo Consiglio von der Universität Rom nachweist, sind Verbissschäden in den meisten Fällen minimal und betreffen meist deutlich weniger als 2% an Pflanzen bzw. des Holzertrages. Außerdem können Schonungen und Jungwald-Anpflanzungen z. B. durch Schutzzäune oder Netze vor Verbiss geschützt werden.

„Wenn nicht gejagt wird, gibt es zu viele Tiere“

Durch die Jagd fühlen sich die Tiere in ihrer Existenz bedroht und reproduzieren sich dadurch stärker. Die Jagd zerstört die Sozialstruktur (Familienstruktur) der Tiere und verhindert so eine artgerechte Geburtenkontrolle durch die Tiere selbst, die von Ökologen durch Feldstudien nachgewiesen wurde.

Prof. Dr. Josef Reichholf, Zoologe an der TU München:

„Die Raubtiere haben nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel. Und genau die letzteren schaltet der Jäger systematisch aus. Und die Raubtiere hat er auch ausgeschaltet. Die Winterfütterung und die Wildpflege soll ja auch bewirken, dass der Bestand besonders hoch wird. Und das haben die Jäger ja auch erreicht.“ (Quelle: swr.de)

„Da Raubtiere ausgestorben sind, muss gejagt werden“

„Die Beutegreifer sind durch jagende Menschen ausgerottet worden und nicht ausgestorben. Die Anzahl der Tierbestände wird nicht durch Beutegreifer reguliert.

„Jäger töten schmerzlos“

Oft werden die Tiere nur angeschossen. Die Nachsuche dauert, sofern sie überhaupt erfolgt, Stunden und Tage. Bis zum tödlichen Schuss schleppen sich die angeschossenen Tiere stunden- oder tagelang mit zerfetzten Körper, heraushängenden Eingeweiden, gebrochenen Knochen auf der Flucht vor den Jägern durch den Wald. Auch vom Schrot der Jäger werden unzählige Tiere, besonders Wildvögel, zwar getroffen, sterben aber nicht gleich, weil keine lebenswichtigen Organe getroffen wurden. Oftmals verenden sie erst Stunden oder Tage später an ihren Verletzungen. Jede vierte Ente lebt mit einer Schussverletzung.

„Die Jäger schützen die Menschen vor der Tollwut“

In Europa wird ein regelrechter Vernichtungsfeldzug gegen den Fuchs geführt: mit Schrot, Fangeisen und Fallen – und zwar das ganze Jahr. Doch die Ausbreitung der Tollwut wurde durch keine der Maßnahmen gestoppt. Ganz im Gegenteil, ihre Verbreitungs-Geschwindigkeit nahm in Europa sogar zu. Der Schweizer Kanton Wallis ist durch Impfaktionen seit 1981 tollwutfrei.

Diese Aktion kostete das Wallis 106.800 Franken im Jahr, während der angrenzende Kanton Bern – flächenmäßig nur wenig größer – 818.146 Franken für die Tötung einer großen Zahl von Füchsen und für die Impfung der Tiere ausgab, ohne die Tollwut einzudämmen. Dort wo man Füchse einfach sich selbst überließ, erlosch die Tollwut nach einiger Zeit von selbst (z. B. Nationalpark Berchtesgaden, Versuchgebiet Grafenau/Bayer. Wald)
In Österreich gibt es seit Jahren keine Infektion mehr. Mit Beginn 1991 wird flächenmäßig regelmäßig mittels Fischmehlköder geimpft. Die Zahl der infizierten Tiere ist rapide gesunken so dass Österreich am 28. September 08 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Tierseuchen- organisation (OIE) zum tollwutfreien Gebiet erklärt wird (orf.at).

„Jagd ist ein Kulturgut“

„Der Duden (Band 5, 1982) versteht unter Kultur „die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen … eines Volkes“ sowie „feine Lebensart, Erziehung und Bildung“.
Ob das Töten von Wildtieren dazu gehört? – Bestimmt nicht! Dass Menschen sich das Recht anmaßen, Lebewesen, die genauso wie sie fühlen und Schmerz empfinden, um des Vergnügens willen zu töten, ist vom moralischen Standpunkt her absolut inakzeptabel.

„Der Mensch hat schon immer gejagt“

In der Frühzeit war der Mensch zunächst Sammler. Erst später wurde er zum Jäger. Die Abnutzungsmuster auf der Zahnoberfläche der Backenzähne von vielen Hominiden und Hominoiden zeigen eindeutig, dass diese Vorläufer der Menschen Pflanzenkost wie Pflanzenfasern, hartschalige Früchte, Nüsse etc. gegessen haben.
Zudem sind mittlerweile die „entwickelten“ Völker der Notwendigkeit der Jagd zur Nahrungsbeschaffung entwachsen. Die Jagd dient einer Minderheit bloß als Unterhaltung und wird auch noch als Jagdsport bezeichnet. Mit Sport hat die Jagd nichts zu tun, lediglich mit der Befriedigung der Lust am Töten.

 

Wie können sich Jäger widerspruchsfrei als Tierschützer bezeichnen, wenn sie Tiere töten?

Wer tötet kann nicht schützen! 

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